Gesucht: Nachhaltige KI-Ideen
5 Challenges a 8.000 €
GreenTech & KI für Baden-Württemberg
Zielsetzungen
Das Projekt Green.AI BW verfolgt drei übergeordnete Ziele:
GreenTech-Anwendungen durch KI beschleunigen
Konkrete Challenges in übertragbare MVPs überführen
Aus praxisnahen Problemstellungen entstehen innerhalb von Green Impact Sprints funktionsfähige Prototypen, die von Unternehmen, Kommunen oder Transferpartnern weitergeführt werden können.
Start-ups, Mittelstand, Forschung und öffentliche Akteure wirksam vernetzen
Die fünf Challenge-Felder
Challenge-Feld 1 · Resource & Material Intelligence
Typische Anwendungsfälle: Bildbasierte Qualitätsprüfung zur Ausschussreduktion; datengetriebene Optimierung von Prozessparametern (Temperatur, Druck, Vorschub) für geringeren Energie- und Materialeinsatz; prädiktive Instandhaltung gegen ungeplante Stillstände und Materialverluste; Materialflussanalyse zur Aufdeckung von Verlustquellen.
| Wer passt? | Beispiele |
| Anwenderpartner | Produzierende KMU, Zulieferer, Handwerks- und Industriebetriebe mit realen Fertigungs- oder Prozessdaten. |
| Technologiepartner | KI-/Data-Start-ups, Anbieter industrieller Bildverarbeitung, Fraunhofer-Institute, Hochschulen mit Fertigungs-/HPC-Bezug. |
Wirkungsbezug (Landesstrategie): Direkte Einzahlung auf Ziel 1 (effiziente Ressourcennutzung, Klimaschutz) und Ziel 2 (Entkopplung von Wertschöpfung und Ressourcenverbrauch). Wirkung messbar in kWh, t CO₂e, eingesetztem Material und Ausschussquote; abschätzbar mit ESTEM und bw!MFCA.
Beispielhafte Challenge-Frage: „Wie lässt sich mit KI der Ausschuss in unserem [Prozess] um X % senken – und wie viel Material, Energie und CO₂e spart das nachweisbar ein?“
Challenge-Feld 2 · Circular Data & Product Intelligence
Typische Anwendungsfälle: KI-gestützte Sortierung und Qualitätsvorhersage von Sekundärrohstoffen; Aufbereitung und Plausibilisierung von Produktpass-Daten; datenbasierte Entscheidung über Reparatur, Refurbishment oder Weiterverwendung; Vorhersage von Rezyklatqualität für den Wiedereinsatz in der Produktion.
| Wer passt? | Beispiele |
| Anwenderpartner | Recycling- und Entsorgungsbetriebe, Hersteller mit Rücknahme- /Kreislaufinteresse, Kommunen und kommunale Betriebe. |
| Technologiepartner | Data-/AI-Unternehmen mit Fokus Kreislaufwirtschaft, Materialwissenschaft, Forschungseinrichtungen mit Sekundärrohstoff-Expertise. |
Wirkungsbezug (Landesstrategie): Einzahlung vor allem auf Ziel 3 (Kreislaufführung, Sekundärrohstoffe, Versorgungssicherheit). Wirkung messbar in Rezyklatanteil, Wiederverwertungsquote und vermiedenem Primärrohstoffeinsatz.
Beispielhafte Challenge-Frage: „Wie erkennen und bewerten wir mit KI die Qualität unseres Sekundärmaterials so zuverlässig, dass der Rezyklatanteil im Produkt steigt?“
Challenge-Feld 3 · GreenTech Robotics
Typische Anwendungsfälle: Automatisierte Demontage und sortenreine Zerlegung für höhere Rückgewinnungsquoten; robotergestützte Sortierung von Wertstoffen; präzise Dosierung und Spot- Anwendung (z. B. Pflanzenschutz, Beschichtung) zur Reduktion von Einsatzstoffen; teilautomatisiertes Refurbishment.
| Wer passt? | Beispiele |
| Anwenderpartner | Recycling- und Demontagebetriebe, produzierende Industrie, landwirtschaftliche und kommunale Betriebe. |
| Technologiepartner | Robotik- und Automatisierungs-Start-ups, Anbieter bildgeführter Robotik, Forschungseinrichtungen mit Robotik- /CV-Schwerpunkt. |
Wirkungsbezug (Landesstrategie): Einzahlung auf Ziel 1 und Ziel 3. Wirkung messbar in zurückgewonnenem Material, reduziertem Chemikalien-/Wassereinsatz und Energie je Verarbeitungseinheit.
Beispielhafte Challenge-Frage: „Kann ein bildgeführter Roboter unsere [Bauteile/Wertstoffe] so sortenrein trennen, dass die Rückgewinnungsquote messbar steigt?“
Challenge-Feld 4 · Bioeconomy & Secondary Resources
Typische Anwendungsfälle: Identifikation und Matching verwertbarer Nebenstoffströme zwischen Betrieben; KI-gestützte Prozessführung in biobasierten Verfahren (Fermentation, Aufbereitung); Vorhersage von Verfügbarkeit und Qualität biogener Rest- und Sekundärstoffe; Substitution primärer durch sekundäre Rohstoffe.
| Wer passt? | Beispiele |
| Anwenderpartner | Betriebe der Agrar-, Lebensmittel- und Chemiewirtschaft, kommunale Ver- und Entsorger, biobasiert produzierende KMU. |
| Technologiepartner | BioTech-/AI-Unternehmen, Forschungseinrichtungen der Bioökonomie und Verfahrenstechnik. |
Wirkungsbezug (Landesstrategie): Einzahlung auf Ziel 2 und Ziel 3. Wirkung messbar in Sekundärrohstoffquote, substituierten Primärrohstoffen und vermiedenen Emissionen.
Beispielhafte Challenge-Frage: „Welche unserer Rest- und Nebenstoffe lassen sich mit KI zuverlässig als Sekundärrohstoff qualifizieren und einem Abnehmer zuordnen?“
Challenge-Feld 5 · Sustainable AI
Typische Anwendungsfälle: Lastmanagement und Betriebsoptimierung (Heizung/Lüftung/Klima) in Gebäuden und Liegenschaften; energieoptimierte Steuerung von Anlagen und Quartieren; effiziente, schlanke KI-Modelle (TinyML/Edge), die dieselbe Wirkung mit deutlich geringerem Rechen- und Datenaufwand erzielen; Effizienzsteigerung im Rechenzentrumsbetrieb.
| Wer passt? | Beispiele |
| Anwenderpartner | Kommunen und öffentliche Einrichtungen, Betreiber von Liegenschaften und Anlagen, energieintensive Betriebe. |
| Technologiepartner | KI-Start-ups und Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt effiziente/energieoptimierte KI und Energiemanagement. |
Wirkungsbezug (Landesstrategie): Einzahlung insbesondere auf Maßnahme 2.7 (Digitalisierung soll Ressourceneffizienz stärken, ohne selbst unerwünschte Verbräuche zu verursachen). Wirkung in kWh und CO2e – ausdrücklich netto, inklusive des eigenen Rechen- und Datenaufwands.
Beispielhafte Challenge-Frage: „Wie senken wir mit KI den Energieverbrauch unserer [Liegenschaft/Anlage] spürbar – und weisen nach, dass die KI selbst ressourcenschonend bleibt?“
Ausschreibung: Das Tandem-Prinzip
Herzstück des Programms ist die gemeinsame Bewerbung eines Konsortiums aus mindestens zwei komplementären Partnern. Die Rollen sind bewusst offen für unterschiedliche Akteurstypen, damit sowohl klassische Industrie-KMU als auch Kommunen und Forschungseinrichtungen teilnehmen können.
| Rolle | Wer das ist und was er einbringt |
| Anwenderpartner (ChallengeGeber) | Bringt das reale Problem, den Anwendungskontext, die Daten bzw. den Anlagen-/Prozesszugang und einen benannten Ansprechpartner mit Zeitbudget ein. Typisch: produzierende KMU, Handwerk, Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Bedarfsträger. |
| Technologiepartner (ChallengeNehmer) | Setzt den MVP um und bringt die technische Umsetzungskompetenz ein. Zulässig ist genau einer der Typen: Start-up, etabliertes KI-/Data-Unternehmen oder Forschungseinrichtung. |
| Mindestkonstellation | Mindestens ein Anwenderpartner und mindestens ein Technologiepartner. Größere Tandems (z. B. Anwender + Start-up + Forschung) sind zulässig, solange Rollen, Aufwände und Rechte klar geregelt sind. |
| Sitz / Umsetzungsort | Die Konsortialpartner haben ihren Sitz oder Umsetzungsort in Baden-Württemberg. |
Warum gemeinsam bewerben? Weil die Bewerbungsphase nur vier Wochen dauert. Ein nachgelagertes Matchmaking würde diese Zeit unnötig verlängern. Indem sich das Tandem bereits gematcht bewirbt, startet der Sprint sofort mit echtem Datenzugang und geklärter Zusammenarbeit – das ist der eigentliche Geschwindigkeits- und Qualitätsvorteil.
Bezug zum Antrag. Das Tandem ist die operative Schärfung des im Antrag vorgesehenen „interdisziplinären Teams bzw. Konsortiums“: Der Bewertungsbogen macht daraus die verbindliche Mindestkonstellation aus Anwender und Technologiepartner (K.-o.-Kriterium V4).
Zeitplan
Ausschreibung
Oktober 2026
Auswahl
November 2026
Umsetzung
Dez. 2026 – Feb. 2027
Präsentation
März 2027
Downloads
Ausschreibung
(PDF)
Anlagen & Vorlagen
(ZIP)
FAQ
Können wir uns ohne Partner bewerben?
Zählt eine Forschungseinrichtung als Technologiepartner?
Ist das eine Förderung?
Brauchen wir einen Verwendungsnachweis?
Wie wird mit der Umsatzsteuer umgegangen?
Was passiert, wenn wir weniger als 8.000 Euro ausgeben?
Wer wird unser Vertragspartner?
Ist die Höhe der beantragten Mittel ein Wertungskriterium?
Müssen wir Rechenkapazität einplanen?
Wem gehören die Ergebnisse?
Können wir parallel andere Fördermittel nutzen?
Was passiert, wenn unser Ansatz nicht funktioniert?
Was passiert nach dem Sprint?
Wie wird mit unseren Daten und unserer Idee umgegangen?
Sie haben Fragen oder wünschen weitere Informationen? Zögern Sie nicht und sprechen Sie uns an unter green.ai-bw@sicos-bw.de.
Wir werden uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Die Green.AI BW Challenges werden mit Unterstützung der DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH umgesetzt www.diz-innovation.de


